seronegative spondarthritis

Krankheit Seronegative Spondarthritis

Die Seronegative Spondarthritis ist die zweite grosse Gruppe der entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Zu dieser Gruppe gehören verschiedene Diagnosen, denen zwei Merkmale gemeinsam sind:

  • die Beteiligung der Wirbelsäule (griechisch „spond-„)
  • und die Nichtnachweisbarkeit des sogenannten Rheuma-Faktors (seronegativ)

Die entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen können oft schon im jüngeren Alter auftreten. Die meisten Typen der SpA treten ertsmalig im Alter zwischen zwanzig und dreissig Jahren auf, wober Männer häufiger betroffen sind als Frauen. (Mit Ausnahme der Psoriasis-Arthritis, die bei beiden Geschlechtern gleich häufig auftritt).

Diagnose und Kennzeichen der Seronegativen Spondarthritis

Kennzeichnend ist vor allem der Rückenschmerz vom entzündlichen Typ. Dieser tritt auf währrend der Patient liegt, besonders im Laufe der Nacht. Bei sehr starker Entzündung kann es dazu kommen, dass der Patient vor Schmerzen nicht liegen kann. Nach dem aufstehen lassen die Schmerzen typischerweise leicht nach. Oft wird deswegen von einer „ungesunden“ Matratze ausgegangen – doch der Neukauf eines Bettes kann die Beschwerden nicht beseitigen.

Auch wenn sich der Rheumafaktor in der Regel nicht nachweisen lässt – ist bei vielen Patienten mit seronegativer Spondarthritis der humane Proteinkomplex HLA-B27 nachweisbar. Dabei handelt es sich um eine ererbte Eigenschaft, die nicht automatisch zu einer der hier aufgeführten Krankheiten führen muss, deren Vorandensein aber bei bestimmten Autoimmunerkrankungen überdurchschnittlich häufig festgestellt wurde. Folgende Erkrankungen wurden bisher mit HLA-B27 assoziiert:

  • Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) (90 %)
  • Morbus Reiter (70–80 %)
  • Psoriasis-Arthritis (60–70 %)
  • juvenile idiopathische Arthritis mit Enthesitis (75 %)
  • Rheumatoide Arthritis (etwa 10 %)
  • Entzündung des vorderen Bereichs des Auges: Akute anteriore Uveitis, Iritis oder Iridozyklitis (etwa 50 %)

Zu den seronegativen Spondarthritiden werden folgende Krankheiten gezählt:

  • die Spondylitis ankylosans, bekannt vor allem unter dem Namen Morbus Bechterew
  • die Psoriasis-Spondarthritis eine Hauterkrankung
  • die Enteropathische Arthritiden; Arthritiden, mit einer entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, u.a.)
  • andere seltenere Formen von Spondarthritiden

Die meisten Menschen mit einer Spondylitis leben ein normales, langes Leben. Gewisse Komplikationen können jedoch zu Behinderungen führen. Es ist daher sehr wichtig auf Zeichen und Symptome zu achten die auf schwerwiegendere Komplikationen hindeuten.