polymyositis rheumatica

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Die Krankheit Polymyositis

Die Polymyositis ist eine entzündliche Erkrankung der Muskeln, bei der viele (deswegen „poly“) Muskeln des Körpers betroffen sind. Deswegen lässt sich auch von einem entzündlichen Rheuma der Muskeln sprechen.
Die Krankheit tritt relativ selten auf. Häufige Auslöser sind Infekte durch Viren oder Bakterien. Eine typische Virusinfektion, die zu einer Polymyositis rheumatica führen kann, ist eine Infektion mit den sogenannten Coxsackie-Viren. Oft lässt sich die Polymyositis aber auch nicht auf eine auslösende Infektion zurückführen.Bei vielen Patienten tritt eine Polymyositis allerdings auf, ohne daß eine auslösende Ursache oder eine andere Grunderkrankung gefunden wird.

Symptome

Im Falle der Krankheit Polymyositis kommt es zu einer zunehmenden Schwäche der Muskulatur, dabei sind vor allem stammnahe Muskeln betroffen – also Muskelgruppen in Armen oder Beinen, die in der Nähe des RKörperrumpfes liegen wie die Oberarmmuskulatur oder die Oberschenkelmuskulatur. Ausserdem leiden die Patienten unter Schmerzgefühlen in den Muskeln, wobei die Scmwerzen treten oft beidseitig auf. Typischerweise ist die Muskelschwäche aber das stärker belastende Symptom für den Patienten.

Diagnose der polymyositis rheumatica

Mittels Laboruntersuchung lassen sich typischerweise eine Erhöhung der BSG-Werte (Blutsenkung) und
des c-reaktiven Proteins (CRP) nachweisen. Diese sind jedoch unspezifisch und können auch auf eine anders gelagerte Rheumatische Erkrankung hinweisen.

Charakteristisch für die Polymyositis ist die Erhöhung des Muskelenzyms Creatinkinase (CK). Mittels immunologischer Untersuchungen lassen sich teilweise auch noch spezifische Myositis-Antikörper nachweisen.
Als sicherste Methode zur Diagnose einer Polymyositis gilt die feingewebliche („histologische“) Untersuchung einer Muskelprobe. Dabei kann der Arzt im mikroskopischen Bild die mehr oder weniger ausgeprägte Entzündung der Muskulatur erkennen. Die Ausprägung der Entzündung ist im Muskel allerding nicht überall gleich stark ausgeprägt. Abhängig von der jeweiligen Region im Muskel, kann es daher zu Normalbefunden kommen, auch wenn eine Polymyositis vorliegt. Ein Normalbefund bei der mikroskopischen Untersuchung von Muskelgewebe schließt also die Diagnose einer Polymyositis nicht aus.

Therapie

Im Normalfall erfolgt die Behandlung zu Beginn mit Cortison in höheren Dosen um zunächst eine Normalisierung der erhöhten Creatinkinase-Werte zu erreichen. Später wird die Cortisondosis angepasst unter anderem über die Kontrolle der CK-Werte im Blut. Weitere wichtige Ziele der Therapie sind die Normalisierung der Blutsenkung und des c-reaktiven Proteins (CRP-Wert), außerdem natürlich die Wiederherstellung der Muskelkraft und der muskulären Ausdauer sowie eine Beseitigung der übrigen Symptome (z.B. Schmerz).