carditis rheumatica

Die carditis rheumatica oder deutsch: das rheumatische Fieber, ist eine in den Industriestaaten nur noch selten diagnostizierte entzündlich-rheumatische Erkrankung von Haut, Herz (carditis), Gelenk und Gehirn. Die Krankheit tritt auf als Folge auf eine Infektion mit bestimmten Bakterien und zwar den „β-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A“. Davon sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche betroffen.

Krankheitsbild und Symptome

Ein bis drei Wochen nach der vorausgegangenen Infektion mit Streptokokken treten charakteristische Symptome auf.

  • Entzündung des Herzens (Karditis) entweder als subakute Endokarditis, Perikarditis ( Herzbeutelentzündung) oder als Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels)
  • Polyarthritis, eine akute Entzündung, insbesondere der grösseren Gelenke. Wobei die Symptome flüchtig sind und von Gelenk zu Gelenk „wandern“
  • Chorea minor. Diese kann auch noch mehrere Monate nach der Streptokokkeninfektion auftreten und bedarf deshalb bei Auftreten keiner weiteren diagnostischen Kriterien, sondern des Ausschlusses anderer Ursachen.
  • rheumatisches Erythem: rosarote, kreisrunde Flecken
  • rheumatische Knoten unter der Haut an den Streckseiten der Extremitäten (sogenannte Rheumaknoten)
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen (Arthralgien)
  • erhöhte unspezifische Entzündungsparameter im Blut:

Therapie

Die Therapie der Infektion erfolgt in der Regel über Penicillin oder bei vorliegen einer Allergie gegen Penicillin mit anderen Antibiotika. Ist eine Entzündung des Herzens nachgewiesen wird diese in der Regel mittels Acetylsalicylsäure, also Aspirin, behandelt. Eventuell auch mittels Kortison.